Im Abitur hat mich ein blinder Freund, den ich da gerade erst kennen gelernt hatte, in der Richtung mit einem der ältesten Witze der Welt aufs Boxhorn genommen (muss ich auch mal googlen, was ein Boxhorrn ist Hätte ich in der Zeit tun können, die es braucht, das hier zu schreiben, aber wo wäre da der Witz hin?). Ich so: "Hey Grieche, hast du Film xy schon gesehen?" Er, Kunstpause, dann frostig: "Rheinländer! Ich habe noch! Nie! Einen! Film! Gesehen!" Schockstare! Stille in der Runde! Dann brüllt er los. Alle lachen. Ich auch. (Boxhorn (luxemburgisch Boxer) ist eine Ortschaft in der Gemeinde Wintger, Kanton Clerf im Großherzogtum Luxemburg. Die Herkunft der Redensart ist nicht eindeutig geklärt. Eine Person auf das Horn eines Bocks zujagen. Dies wirkt umso einschüchternder, wenn man das Bockshorn mit dem Teufelshorn verbindet, was diesen Ursprung zusätzlich nahelegt. Die Erklärung, dass bei der Wurstbereitung oder beim Backen das Fleisch/der Teig in ein Horn gestoßen wird, wobei sich hier der Schritt zur heutigen Bedeutung nicht nachvollziehen lässt. Bockshorn mit „Bocksstall“ übersetzt: Im schwäbischen Raum gab es wohl für unartige Schüler einen „Bocksstall“, also eine Art Karzer. Die Hülsenfrüchte des Bockshorns haben einen sehr unangenehmen Geruch. Im Harz gibt es das „Bockshornbrennen“ als Bezeichnung für das Osterfeuer. Dagegen gibt es eine alte Version, die sich „ins Bockshorn kriechen“ nennt, was gegen diese Erklärung spricht. Andererseits: Oster-/Paschafeuer = Paoskefüer (niederdeutsch). Thurn = Turm von abzubrennendem Abfallholz (in den Elbmarschen heißt das Osterfeuer „Osterturm“). Paosk-Thorn → Paoksthorn → Bockshorn? Die Justiz, die den Schuldigen seinerzeit gerne in ein Hemd aus Bocksfell gezwängt hat, wenn sie ihm sein Sündenregister vorlesen wollte, oder dadurch bestrafte, dass man ihn in ein Bocksfell nähte und so durch den Ort jagte. Das „Bocksfell“ hieß „bockeshamo“, woraus dann in späteren Zeiten „Bockshorn“ wurde. Dieser Ursprung ist nicht so unwahrscheinlich, denn auch im Narrenschiff taucht der Begriff so auf. Religiöser Bezug: In Flüchen wurde der Name Gottes aus Ehrfurcht nicht genannt, sondern nicht selten zu Box, Potz („Potz-Blitz“) oder ähnlichem entstellt. Gottes Zorn mag also wie Boxhorn (Box-zorn/Botz-zorn) gesprochen worden sein, woraus sich später Bockshorn entwickelte. Quelle für diesen Ursprung: „boxhorn soll dich schänden, du dicke quadratische, viereckete Wampe!“ („Katzipori“ (Michael Lindener), 1588). Zur Popularisierung dieses Fluches trug sicherlich der Bezug Teufel/Bock bei.)
Comments
SeplundPetra |
fine |
Am 16.02.2026 15:39 schrieb Moppel:
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Wenn die Welt so absurd wie Leichis Cartoons wäre, wäre sie besser zu ertragen.
Bommel |
MuhTiger |
Schockstare! Stille in der Runde!
Dann brüllt er los. Alle lachen. Ich auch.
(Boxhorn (luxemburgisch Boxer) ist eine Ortschaft in der Gemeinde Wintger, Kanton Clerf im Großherzogtum Luxemburg. Die Herkunft der Redensart ist nicht eindeutig geklärt. Eine Person auf das Horn eines Bocks zujagen. Dies wirkt umso einschüchternder, wenn man das Bockshorn mit dem Teufelshorn verbindet, was diesen Ursprung zusätzlich nahelegt.
Die Erklärung, dass bei der Wurstbereitung oder beim Backen das Fleisch/der Teig in ein Horn gestoßen wird, wobei sich hier der Schritt zur heutigen Bedeutung nicht nachvollziehen lässt.
Bockshorn mit „Bocksstall“ übersetzt: Im schwäbischen Raum gab es wohl für unartige Schüler einen „Bocksstall“, also eine Art Karzer.
Die Hülsenfrüchte des Bockshorns haben einen sehr unangenehmen Geruch.
Im Harz gibt es das „Bockshornbrennen“ als Bezeichnung für das Osterfeuer. Dagegen gibt es eine alte Version, die sich „ins Bockshorn kriechen“ nennt, was gegen diese Erklärung spricht. Andererseits: Oster-/Paschafeuer = Paoskefüer (niederdeutsch). Thurn = Turm von abzubrennendem Abfallholz (in den Elbmarschen heißt das Osterfeuer „Osterturm“). Paosk-Thorn → Paoksthorn → Bockshorn?
Die Justiz, die den Schuldigen seinerzeit gerne in ein Hemd aus Bocksfell gezwängt hat, wenn sie ihm sein Sündenregister vorlesen wollte, oder dadurch bestrafte, dass man ihn in ein Bocksfell nähte und so durch den Ort jagte. Das „Bocksfell“ hieß „bockeshamo“, woraus dann in späteren Zeiten „Bockshorn“ wurde. Dieser Ursprung ist nicht so unwahrscheinlich, denn auch im Narrenschiff taucht der Begriff so auf.
Religiöser Bezug: In Flüchen wurde der Name Gottes aus Ehrfurcht nicht genannt, sondern nicht selten zu Box, Potz („Potz-Blitz“) oder ähnlichem entstellt. Gottes Zorn mag also wie Boxhorn (Box-zorn/Botz-zorn) gesprochen worden sein, woraus sich später Bockshorn entwickelte. Quelle für diesen Ursprung: „boxhorn soll dich schänden, du dicke quadratische, viereckete Wampe!“ („Katzipori“ (Michael Lindener), 1588). Zur Popularisierung dieses Fluches trug sicherlich der Bezug Teufel/Bock bei.)
antonreiser (ICOM e.V.) |
Ich überlege gerade, ob ein Spruch wie „man will ja schließlich was von der Welt sehen“ das Ganze noch auf die Spitze treiben würde.
edi |
TrumixComics (ICOM e.V.) |
Moppel (ICOM e.V.) |
Zehes |
Wie man es von Deinen Cartoons gewohnt ist.